Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt seit vielen Jahren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Arbeitszimmer steuerlich absetzbar?

Viele Steuerpflichtige erledigen berufliche Angelegenheiten auch von zu Hause aus. Da stellt sich für sie natürlich die Frage, ob sie auch Teile ihrer Miete als Werbungskosten (WK) geltend machen können, denn Werbungskosten sind gemäß § 9 I 1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Hierfür werden regelmäßig eine Arbeitsecke innerhalb eines Raumes oder sogar auch größere Teile davon eingerichtet. § 9 EStG enthält selbst keine Regelung bzgl. eines häuslichen Arbeitszimmers, aber § 4 EStG. Für Unternehmer ist hier nach Absatz 4 geregelt, dass Betriebsausgaben (BA) die Aufwendungen sind, die durch den Betrieb veranlasst sind. Es gibt jedoch auch Betriebsausgaben, die den Gewinn grds. nicht mindern dürfen. Dazu gehören gemäß § 4 V 1 Nr. 6 b EStG die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung. Über die Regelung des § 9 V 1 EStG werden WK wie BA behandelt.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Was regelt § 4 V 1 Nr. 6 b EStG noch?

Die gesetzliche Norm hat noch einen Satz 2 und 3. Hier sind Ausnahmetatbestände regelt. Nach Satz 2 dürfen die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung den Gewinn doch mindern, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Somit ist ein Werbungskostenabzug in diesen Fall möglich, aber scheidet auch von vornherein aus, wenn man unerledigte Arbeit mit nach Hause nimmt und von dort aus beenden möchte. Steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, dann sind die Werbungskosten aber nicht unbegrenzt abziehbar, sondern nur bis zu einer Höhe von 1250 Euro. Bildet das Arbeitszimmer jedoch den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung, so ist nach Satz 3 der Vorschrift die Beschränkung auf 1250 Euro aufgehoben und man kann seine Kosten bzgl. dieses Zimmers unbegrenzt geltend machen. Der betrieblich/berufliche Charakter des Zimmers und dessen Nutzung muss sich jedoch aufgrund objektiver Kriterien feststellen lassen, da die Nachprüfbarkeit durch Art. 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) eingeschränkt ist. Wird das häusliche Arbeitszimmer aber auch zu Teilen privat genutzt, so liegt ein gemischt genutztes häusliches Arbeitszimmer vor. Hier gilt das Folgende.

Abzug trotzdem möglich?

§ 4 Absatz 5 Satz 1 Nr. 6 b EStG spricht lediglich von dem häuslichen Arbeitszimmer, aber sagt nicht, wann dieses vorliegt. Daher war auch der IX. Senat des Bundesfinanzhofs in seinem Beschluss vom 21.11.2013 – IX R 23/12 in seinem Fall der Meinung, dass die Aufwendungen für ein solches Zimmer bei gemischter Nutzung teilbar wären. Der Gesetzeswortlaut gäbe keine Einschränkung vor, dass das Zimmer ausschließlich oder nahezu ausschließlich betrieblich/beruflich genutzt werden müsse. Dem folgte der Große Senat des Bundesfinanzhofs in seinem Beschluss vom 27.07.2015 – GrS 1/14 jedoch nicht. Was „nahezu“ bedeutet, blieb jedoch offen.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.