Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt seit vielen Jahren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Dauerndes Getrenntleben zulässig?

Gemäß § 38 b EStG (Einkommensteuergesetz) werden Arbeitnehmer für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs in Steuerklassen eingereiht. In die Steuerklasse I gehören danach nicht nur Ledige, sondern auch Arbeitnehmer, die zwar verheiratet sind, aber bei denen die Voraussetzungen für die Steuerklasse III oder IV nicht erfüllt sind. Eine Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Steuerklasse III ist, dass die Ehegatten nicht dauernd getrennt leben. Auch die Anwendbarkeit des steuergünstigen Splittingtarifs gemäß § 32 a V EStG bei Ehegatten, d.h. die Zusammenveranlagung setzt neben dem Bestehen einer zivilrechtlich gültigen Ehe und der unbeschränkten Steuerpflicht, das nicht dauernde Getrenntleben voraus. Das Vorliegen der letzten Bedingung ist aber oftmals zweifelhaft, da viele Paare zwar getrennte Wege gehen, aber sich nicht scheiden lassen.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Was bedeutet Wirtschaftsgemeinschaft?

Die Wirtschaftsgemeinschaft erlangt Bedeutung im Rahmen der Diskussion, ob ein dauerndes Getrenntleben zwischen Ehegatten vorliegt. Sie knüpft an die eheliche Lebensgemeinschaft gemäß § 1353 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) an. Sie besteht nach Ansicht des Bundesfinanzhofs, vgl. BFH VI R 206/68, wenn beide Ehegatten die sie berührenden wirtschaftlichen Fragen gemeinsam erledigen und gemeinsam über die Verwendung des Familieneinkommens entscheiden. Wenn ein Getrenntleben nach § 1567 BGB vorliegt, liegt regelmäßig auch ein dauerndes Getrenntleben nach § 26 EStG vor. Problematisch ist, wie sich ein Zusammenleben über kürzere Zeit, das der Versöhnung der Ehegatten dienen soll, auf das z.B. Trennungsjahr auswirkt. Vermutungen des BGB gelten nach Ansicht des BFH im Steuerrecht nicht, sondern die tatsächlichen Umstände des Einzelfalles, vergl. BFH VI B 93/97. Bei räumlicher Trennung ist der Fortbestand der Wirtschaftsgemeinschaft stets an Hand äußerer Umstände zu ermitteln. Hier muss z.B. bei beiden Ehegatten der Wille zur Fortsetzung der Wirtschaftsgemeinschaft noch vorhanden sein. Bestehen jedoch getrennte Haushalte, so begründen auch längere Besuche keine eheliche Lebensgemeinschaft und somit auch keine Wirtschaftsgemeinschaft mehr.

Welche Folgen ergeben sich?

Wie bereits oben angedeutet, erlangt das dauernde Getrenntleben besonders im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung besondere Bedeutung. Nur wenn kein dauerndes Getrenntleben vorliegt, ist eine Zusammenveranlagung der Ehegatten, bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen, rechtlich möglich und zulässig. Ist dies nicht der Fall, müssen die Ehegatten einzeln veranlagt werden. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 25.000 Euro liegt im Veranlagungszeitraum 2014 bei fehlerhafter nicht vorsätzlicher Deklarierung, die Einkommensteuerverkürzung bei 2.545 Euro. Wer hingegen schon Jahre lang schweigt und bewusst wahre Angaben unterlässt, der begeht sogar eine strafbare Einkommensteuerhinterziehung.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.