Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt seit vielen Jahren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Infizierung/Abfärbung von Einkünften im Steuerrecht?

Von Infizierung oder Abfärbung von Einkünften wird im Steuerrecht regelmäßig gesprochen, wenn Einkünfte aus selbständiger Arbeit in Einkünfte aus Gewerbebetrieb umqualifiziert werden. Dies ermöglicht grundsätzlich § 15 III Nr. 1 EStG. Danach gilt „in vollem Umfang“ als Gewerbebetrieb die mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit einer Personengesellschaft, wenn diese auch eine Tätigkeit im Sinne des § 15 I 1 Nr. 1 EStG ausübt oder gewerbliche Einkünfte im Sinne des § 15 I 1 Nr. 2 EStG bezieht. Erwirtschaftet daher auch nur ein Gesellschafter der PersG im Rahmen des Personenzusammenschlusses, d.h. für Rechnung der PersG Einkünfte aus Gewerbebetrieb, so erzielt die PersG grundsätzlich insgesamt Einkünfte aus § 15 EStG.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Gibt es Ausnahmen?

Die Regelung des § 15 III Nr. 1 EStG gilt jedoch nicht absolut, d.h. es gibt Einschränkungen aufgrund der Einhaltung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes. Hierzu hat der Bundesfinanzhof z.B. mit Az. VIII R 6 /12 entschieden, dass es eine Bagatellgrenze von 3 % der Gesamtnettoumsätze gäbe, die erst überschritten sein müsste und zudem sei ein Freibetrag entsprechend dem Gewerbesteuergesetz zu gewähren. Zudem hat der BFH mit Az. XI R 31 / 05 entschieden, dass eine freiberuflich tätige Personengesellschaft nicht bereits deshalb unter § 15 III Nr. 1 EStG fällt, weil nur einer der Gesellschafter auf eigene Rechnung gewerbliche Sonderbetriebseinnahmen hat. Keine Infizierung findet ferner statt, wenn der Gesellschafter außerhalb der Personengesellschaft gewerbliche Einkünfte erzielt, die in keinem Zusammenhang mit seiner Tätigkeit in der Personengesellschaft stehen, d.h. bei sachlicher und wirtschaftlicher Trennung. Ferner ist es möglich zivilrechtlich selbständige, aber personenidentische Personengesellschaften mit unterschiedlichem Zweck zu gründen, sog. Ausgliederungsmodell. Die steuerliche Anerkennung ist hier mehrfach bestätigt worden.

Welche Rechte gibt es?

Das Finanzamt erlässt nach Abgabe der Steuererklärung für die Personengesellschaft mehrere Bescheide. Einer von diesen ist der Bescheid über die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen. Dieser enthält auch eine Aussage über die Art der von der Personengesellschaft erzielten Einkünfte. Ist das Finanzamt nunmehr zu der Überzeugung gelangt, dass auch Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit erzielt wurden und daher die gesamten Einkünfte solche aus Gewerbebetrieb seien, so erlässt es weitere Bescheide, nämlich den Gewerbesteuermessbescheid und den Gewerbebescheid, welche regelmäßig gleichzeitig verschickt werden. Gegen Bescheide im Steuerrecht ist als außergerichtlicher Rechtsbehelf der Einspruch möglich. Hierbei ist jedoch unter Umständen zwischen der Art eines Bescheides zu unterscheiden. Wenn hier gegen den falschen Bescheid Einspruch eingelegt wird, wird dieser bestandskräftig und eine Korrektur des richtigen entfällt.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.