Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt seit vielen Jahren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Liebhaberei bei Vermietung von Ferienwohnungen?

Die Vermietung und Verpachtung gehört zu einer der sieben Einkunftsarten des Steuerrechts. Hier werden die Einkünfte als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ermittelt. Letztere sind gemäß § 9 EStG alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Vermieter können grundsätzlich zahlreiche Posten als Werbungskosten geltend machen und so Steuern sparen. Dazu gehören z.B. die Abschreibung der Kosten für das Gebäude und für die Außenanlagen, Betriebskosten, Instandhaltungskosten, Kreditzinsen, Steuern und Versicherungsbeträge oder Büro- und Verwaltungskosten. Stellt das Finanzamt jedoch fest, dass der Steuerpflichtige keine Einkünfteerzielungsabsicht besitzt, d.h. dass Liebhaberei vorliegt, so könnte der Werbungskostenabzug verwehrt werden. Ob dies stets berechtigt ist, sollten Sie überprüfen lassen.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Was bedeutet Liebhaberei genau?

Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs setzt die Einkünfteerzielung grundsätzlich eine wirtschaftlich auf Vermögensmehrung gerichtete Tätigkeit des Steuerpflichtigen voraus, vgl. BFH IX R 80/94. Ist im jeweiligen Einzelfall daher eine positive Totalgewinnprognose möglich, so spricht dies grundsätzlich für eine Einkünfteerzielungsabsicht. Der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs liegt der sogenannte zweigliedrige Liebhaberei Begriff zugrunde. Zur Bejahung der Liebhaberei wird im Grundsatz als objektives Element eine negative Ergebnisprognose verlangt und als subjektives Element müsste die Ausübung der Tätigkeit nur aus persönlicher Neigung erfolgen. Von diesem allgemeinen Grundsatz abweichend wird im Bereich der Vermietung und Verpachtung aber durch den Bundesfinanzhof mit Fallgruppen gearbeitet. Die Einkünfteerzielungsabsicht wird hier bei einer auf Dauer angelegten Vermietung unwiderleglich vermutet. Um einen Fall der Liebhaberei kann es sich daher nur handeln, wenn die Tätigkeit des Steuerpflichtigen entweder keine auf Dauer angelegte Vermietung ist oder die Wohnungsvermietung zwar dauerhaft ist, aber eine atypische Variante vorliegt.

Was gilt bei Ferienwohnungen?

Die oben beschriebene atypische Variante erfasst z.B. die verbilligt überlassene Wohnung, die Vermietung besonders aufwändig gestalteter Wohnungen oder die teilweise selbst genutzte Ferienwohnung. Auch hier kann also die Einkünfteerzielungsabsicht nicht ohne weiteres angenommen werden, da eine mögliche gemischte Nutzung keinen typischen von § 21 EStG geregelten Fall darstellt. Fraglich ist jedoch zunächst, ob überhaupt eine Selbstnutzung vorliegt. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs versteht man unter Selbstnutzung die Nutzung der Wohnung zu eigenen Wohn- und Ferienzwecken, aber auch ihre unentgeltliche Überlassung an Dritte, vgl. BFH IX R 2/99. Die Beweislast für das Fehlen einer Selbstnutzung liegt nach Ansicht des BFH bei Steuerpflichtigen, vgl. BFH IX R 97/00. Danach richtet sich also die Höhe des Werbungskostenabzugs.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.