Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Unterbilanz mit Überschuldung?

Jeder Kaufmann hat gemäß § 242 Absatz 1 HGB zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluss (Eröffnungsbilanz, Bilanz) aufzustellen. Die Differenz aus Vermögen und Fremdkapital (Schulden) bildet dabei das Eigenkapital. Ist dieses durch Verluste aufgebraucht und ergibt sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten, so ist gemäß § 268 Absatz 3 HGB dieser Betrag am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite gesondert unter der Bezeichnung „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ auszuweisen.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Arten der Unterbilanz?

Das Eigenkapital auf der Passivseite der Bilanz weist grundsätzlich gemäß § 266 Absatz 3 HGB die Positionen: Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Gewinnvortrag/Verlustvortrag und Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag aus. Die ausgewiesenen Rücklagen werden dabei auch offene Rücklagen bezeichnet, während zum Eigenkapital aber auch verdeckte Rücklagen (stille Reserven) gehören können. Hat ein Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr Verluste erwirtschaftet, welche die offenen Rücklagen noch nicht übersteigen, so liegt noch keine Unterbilanz vor, sondern lediglich eine einfache Verlustbilanz. Übersteigt jedoch der Verlust die offenen Rücklagen auch nur um wenige Euro, so liegt eine einfache Unterbilanz vor. Steigern sich die Verluste und erreichen eine Höhe oberhalb der Hälfte des Grundkapitals bei Aktiengesellschaften bzw. Stammkapitals bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung, so liegt eine erweiterte Unterbilanz vor. Haben die Verluste jedoch das Vermögen überstiegen und das Eigenkapital vollständig aufgezehrt, so liegt die schwerste Form einer Unterbilanz, nämlich eine Unterbilanz mit Überschuldung vor. Bei einer solchen schweren Verlustbilanz spricht man auch von buchmäßiger bzw. bilanzieller Überschuldung.

Pflichten bei Unterbilanz?

Eine Unterbilanz kann sowohl der Einzelkaufmann, die Personengesellschaft als auch die Kapitalgesellschaft einmal erstellen müssen. Ist die zweite Stufe der Unterbilanz erreicht, so ergeben sich z.B. für den Vorstand einer Aktiengesellschaft gemäß § 92 AktG folgende Pflichten: „Ergibt sich bei Aufstellung der Jahresbilanz oder einer Zwischenbilanz oder ist bei pflichtgemäßem Ermessen anzunehmen, dass ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals besteht, so hat der Vorstand unverzüglich die Hauptversammlung einzuberufen und ihr dies anzuzeigen.“ Eine entsprechende Regelung findet sich auch im GmbHG. Liegt sogar Stufe 3 vor, so stellt dies zumindest ein Indiz auch für eine insolvenzrechtliche Überschuldung dar. Ob dies tatsächlich so ist, obliegt einer eingehenden Prüfung. Liegt diese vor, so haben die Mitglieder des Vertretungsorgans ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Überschuldung, einen Insolvenzeröffnungsantrag zu stellen.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.