Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerstrafrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerstrafrechts.

 

Verdeckte Gewinnausschüttung strafbar?

Gemäß § 8 III KStG ist es für die Ermittlung des Einkommens einer Kapitalgesellschaft ohne Bedeutung, ob das Einkommen verteilt wird. Auch verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) mindern das Einkommen nicht. Von diesen spricht man, wenn die Kapitalgesellschaft zu mindestens einem ihrer Gesellschafter eine Lieferungs- und Leistungsbeziehung unterhält und diesen begünstigt, d.h. von diesem Waren teurer einkauft oder Waren billiger abgibt als einem Dritten gegenüber. Es kommt in diesen Fällen zu einer Vermögensminderung oder verhinderten Vermögensmehrung. Die vGA dient letztlich der Sicherung der Besteuerung der Kapitalgesellschaft.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerstrafrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030/88719214 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

 

Verdeckte Gewinnausschüttung oder nicht?

Das folgende Beispiel verdeutlicht, wie eine Vermögensminderung und verhinderte Vermögensmehrung, sprich verdeckte Gewinnausschüttung, entstehen kann. Die B-Aktiengesellschaft verkauft ein ihr gehörendes Grundstück mit 300.000 Euro Buchwert und 600.000 Euro Verkehrswert zu einem Kaufpreis von lediglich 150.000 Euro an einen ihrer Gesellschafter. Hier liegt in der Differenz KP-BW eine verdeckte Gewinnausschüttung i.H.v. 150.000 Euro (Vermögensminderung) vor und in der Differenz VW-BW eine weitere verdeckte Gewinnausschüttung i.H.v. 300.000 Euro vor (verhinderte Vermögensmehrung), d.h. eine verdeckte Gewinnausschüttung von insgesamt 450.000 Euro, die bei der B-Aktiengesellschaft zum Einkommen dazu addiert wird. Beim Gesellschafter führt dies zu Einkünften aus § 20 I Nr. 1 EStG. Anders liegt der Fall jedoch, wenn die B-Aktiengesellschaft kein verbilligtes Grundstück an ihren Gesellschafter verkauft, sondern verbilligt Anteile an einer anderen Kapitalgesellschaft. In diesem Fall liegt trotz Vermögensminderung und verhinderter Vermögensmehrung bei der B-Aktiengesellschaft keine verdeckte Gewinnausschüttung vor. Dies regelt § 8 b II KStG. Danach bleiben Gewinne aus der Veräußerung eines Anteils an einer Körperschaft bei der Ermittlung des Einkommens, deren Leistungen beim Empfänger z.B. zu Einnahmen i.S.d. § 20 I Nr. 1 EStG gehören, außer Ansatz. Beim Gesellschafter selbstverständlich wird der Bezug aus der Beteiligung versteuert.

 

Folgen der verdeckten Gewinnausschüttung?

Ob eine Lieferungs- und Leistungsbeziehung zwischen der Kapitalgesellschaft und ihrem Gesellschafter zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führt, muss im Drittvergleich, oftmals auch mit Sachverständigengutachten geprüft werden. Ist dies der Fall, so kommt es regelmäßig zu einer Nachversteuerung bei der Kapitalgesellschaft. Die verdeckte Gewinnausschüttung kann aber nicht nur fahrlässig entstehen, sondern auch vorsätzlich herbeigeführt worden sein. In diesem Fall kommt es auf der Ebene der Kapitalgesellschaft zur Hinterziehung von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer und auf der Ebene des Gesellschafters zur Einkommen- und Kirchensteuerhinterziehung. Die Sanktion kann bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe bzw. Geldstrafe betragen.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerstrafrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030/88719214 oder nutzen Sie das Kontaktformular.