Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen

Sind Sie auf der Suche nach einem guten und zuverlässigen Anwalt für Steuerrecht in Berlin? Rechtsanwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf berät und vertritt seit vielen Jahren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im Bereich des Steuerrechts.

Verlustvortrag für Studenten?

Auch Studenten können bereits mit dem Rechtsbegriff Verlustvortrag in Berührung kommen. Definiert wird dieser Begriff in § 10 d II EStG. Danach heißt es: „Nicht ausgeglichene negative Einkünfte, die nicht nach § 10 d I EStG abgezogen worden sind, sind in den folgenden Veranlagungszeiträumen bis zu einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 1 Million Euro unbeschränkt, darüber hinaus bis zu 60 % des 1 Million Euro übersteigenden Gesamtbetrags der Einkünfte vorrangig vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abzuziehen.“ Problematisch ist hier, dass gemäß § 9 VI EStG grds. nur vorweggenommene Werbungskosten als Verlustvortrag geltend gemacht werden können, aber nicht Sonderausgaben.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann sind Sie bei Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf genau richtig. Er vertritt und berät Sie gern rund um das Thema Steuerrecht in Berlin. Vereinbaren Sie daher einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Verlustvortrag für welche Studenten?

Gemäß obiger Vorschrift sind Aufwendungen des Steuerpflichtigen für seine Berufsausbildung oder für sein Studium nur dann Werbungskosten, wenn der Steuerpflichtige zuvor bereits eine Erstausbildung (Berufsausbildung oder Studium) abgeschlossen hat. Somit wird bei Studenten eine Differenzierung zwischen Erststudium und Zweitstudium vorgenommen. Nur Studenten, die einen Masterstudiengang absolvieren, sind nach dem Gesetz somit berechtigt ihre Studienausgaben als Fortbildungskosten und somit als Werbungskosten in unbegrenzter Höhe abzusetzen. Studenten im Erststudium hingegen können nach dem Gesetz lediglich Sonderausgaben in Höhe von derzeit 6.000 Euro geltend machen. Hervorzuheben ist dabei, dass Sonderausgaben im jeweiligen Veranlagungsjahr geltend gemacht werden müssen, d.h. nicht vorgetragen werden können und somit bei mangelnden Einkünften verfallen. Daher ist der Verlustvortrag bislang nur für Studenten im Zweitstudium möglich, d.h. sie müssen bzw. können ihre Kosten als Sonderausgaben für das Erststudium und als Werbungskosten für das Zweitstudium absetzen. Die Ungleichbehandlung zwischen Bachelorstudenten und Masterstudenten ist somit unverständlich und die Vorschrift wird vom Bundesfinanzhof als verfassungswidrig angesehen, vergleiche z.B. BFH VI R 8/12. Daher wird derzeit beim BVerfG darüber entschieden.

Verlustvortrag auch für Studenten im Erststudium?

Der Verlustvortrag für Studenten im Erststudium ist trotz der obigen Ausführungen aber grundsätzlich nicht unmöglich. Diese Studenten müssen nur aktiv werden und auf eine positive Antwort des Bundesverfassungsgerichts hoffen. Aktiv werden heißt hier zunächst, dass Bachelorstudenten freiwillig eine Steuererklärung abgeben müssen, und zwar für alle Studienjahre. Dabei müssen sie lediglich auf dem Mantelbogen ein Kreuz bei „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“ setzen und in der Anlage N ihre Fortbildungskosten eintragen. Der jeweilige Steuerbescheid trägt dann einen Vorläufigkeitsvermerk und wird die Verfassungswidrigkeit festgestellt, werden Werbungskosten anerkannt.

Wenn Sie noch Fragen haben und einen Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin benötigen, dann kontaktieren Sie Rechtsanwalt Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf. Er ist immer für Sie da, wenn es um das Thema Steuerrecht in Berlin geht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin unter der Telefonnummer 030 – 88 71 92 14 oder nutzen Sie das Kontaktformular.